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Hiermit möchten wir Euch/Sie ganz herzlich zu unserem Solidaritätsfest einladen!
legalize - das fest zum tag der arbeit
...damit die, die herkommen, ein einkommen haben, mit dem sie auskommen.
Das Solidaritätsfest findet statt, wie jedes Jahr und immer etwas anders. Wir haben es heuer auf einen bestimmten Tag gesetzt, den 1. Mai und unter ein bestimmtes Motto: Legalize. Um zwei Dinge anzuzeigen, dass die besonderen Bedingungen von Flüchtlingen Teil des Allgemeinen sind und dass zu diesem Allgemeinen auch die Unteilbarkeit von Rechten gehörte: etwa die Möglichkeit, sich durch Erwerbsarbeit seine Existenz zu sichern und zu gestalten. Auch der Ort unseres Feste ist derselbe geblieben: das Ho & Ruck. Allerdings diesmal out- und in-door. Draußen wird das Fest schon um 19.00 beginnen (auch bei Regen) - mit allen Köstlichkeiten, nach allen notwendigen Regeln am Grill zubereitet - mit Salaten und Dippes und Gesprächen... und drinnen wird es fortgesetzt ab etwa 22.00h, wie immer mit Programm (kleinen Reden, Livemusik, etc.)und solange Ihr mögt/Sie mögen.
Wir freuen uns mit Euch/Ihnen zu grillen, zu tanzen, Musik zu hören und zu feiern.... Wir freuen uns auf Dein/Ihr Kommen!
Sprechen werden Michaela Ralser und Matthias B. Lauer, zur Notwendigkeit des "Rechts auf Rechte" und über die Situation von Flüchtlingen und MigrantInnen in der Arbeit: den Ausschluss von Flüchtlingen aus regulärer Erwerbstätigkeit, ihre Rolle in sozialen Bewegungen in der Vergangenheit und Gegenwart und die Bedeutung des 1. Mai im Einsatz für die Gleichberechtigung von MigrantInnen.
Für uns spielen wird: Reinhardt Honold. Er bezeichnet sich selbst als "der letzte Songwriter, ohne Blumenwiese, mit Fabrikshalle." Mit charmantem Wiener Slang singt er politische Texte zu bluesigen bis jazzigen Klängen seiner Combo.
Veranstaltung von FLUCHTpunkt. und ArchFem
Ein Augenblick Freiheit
Ein Film von Arash T. Riahi
Filmvorführung mit Diskussion
Freitag, 19. Feber 2010, 19:30
Archfem, Zollerstrasse 7, 6020 Innsbruck
all genders welcome
Tempo- und ereignisreich erzählt „Ein Augenblick Freiheit“ von der Odyssee dreier iranisch/kurdischer Flüchtlingsgruppen: einem Ehepaar, zwei jungen Männern mit zwei Kindern und einem ungleichen, befreundeten Männerpaar. Sie alle flüchten aus dem Iran und dem Irak und landen in der türkischen Hauptstadt, wo sie, die Freiheit vor Augen, in einem wenig vertrauenswürdigen Hotel tagtäglich auf den positiven Bescheid ihrer Asylanträge warten. Hoffnung und zugleich Ungewissheit charakterisieren diese erzwungene Pause auf dem Weg in ihre Unabhängigkeit. Der junge österreichisch-iranische Filmemacher Arash T. Riahi setzt die Flucht und das eigentümliche Zwischenstadium der Asylwerbenden mit tragischer Komik und enormer Spannung in Szene.
(aus Homepage zum Film: http://p106906.typo3server.info)
„Dieser Film versteht sich als Reaktion und Kommentar zu den politischen Situationen im heutigen Europa, wo Rassismus und Fremdenhass ein erschreckendes Maß an Akzeptanz erreicht haben. Es geht mir darum, einige der wahren Geschichten und Hintergründe von so genannten „Fremden“ zu erzählen und zu zeigen, dass es sich dabei um universelle Geschichten, um Sehnsüchte nach Familie und einem Leben in Freiheit und Frieden handelt. Dieser universelle Wunsch des Menschen ist es, der ihn/sie dazu befähigt, Unmögliches zu tun. Dieser Wunsch ist es, der uns dazu bringt, die alltäglichen Erniedrigungen und Niederschläge zu überwinden und den Mut zu fassen, diesen Träumen nachzugehen, auch wenn sich viele davon in Nichts auflösen. Und dieser Wunsch schlummert in jedem von uns, egal ob wir Flüchtlinge sind oder nicht (…). Es geht in allen Geschichten um eine Zeit des Dazwischen und der Ungewissheit, um falsche Illusionen, darum, wie unterschiedliche Menschen in ähnlichen Extremsituationen reagieren, wenn sie dasselbe Ziel vor Augen haben: die Freiheit.“ (Arash T. Riahi) nach http://p106906.typo3server.info
Weitere Infos zum Film auf http://p106906.typo3server.info/
Im Anschluss an den Film diskutieren wir mit u.a. eingeladenen GästInnen: Menschen mit Fluchthintergrund, MitarbeiterInnen von NGO’s;
Eintritt Frei
Arash T. Riahi
1972 im Iran geboren, lebt seit 1983 in Österreich. Studium der Film- und Geisteswissenschaften, von 1995 bis 2002 freier Mitarbeiter bei den ORF-Sendungen Nitebox, aktuelle Kultur und Kunst-Stücke. 1997 Gründung der Film- und Medien-Produktionsfirma Golden Girls Filmproduktion (www.goldengirls.at). Diverse prämierte Dokumentarfilme, Werbespots, Musik-Videos, Kurz- und Experimentalfilme. Der Film „Die Souvenirs des Herrn X“ war sein erster Kinodokumentarfilm, es folgte der mehrfach international prämierte Kinodokumentarfilm „Exile Family Movie“. „Ein Augenblick Freiheit“ ist sein erster Kinospielfilm.
Preise:
• Golden Zenith for the Best First Fiction Feature Film 2008 für “EIN AUGENBLICK FREIHEIT” World Film Festival Montreal
Eine Veranstaltung des
ArchFem. Interdisziplinäres Archiv für feministische Dokumentation
www.archfem.at
in Kooperation mit FLUCHTpunkt. Hilfe – Beratung - Intervention für Flüchtlinge.
PRESSEAUSSENDUNG 31.12.2009
arge-Schubhaft zum Jahresbeginn "Kein gutes neues Jahr für Flüchtlinge"
Utl.: Trägerverein des Projekts FLUCHTpunkt warnt vor Auswirkungen des neuen Fremdenrechts in Tirol
Als "kein gutes neues Jahr für Flüchtlinge" bezeichnet der Verein arge-Schubhaft, der bis 2005 die Schubhaftbetreuung in Tirol erfüllte und nun das Projekt FLUCHTpunkt betreibt, den soeben stattgefundenen Jahreswechsel nach 2010.
"Das neue Fremdenrecht bringt noch mehr Menschen ohne Delikt hinter in Haft", so ein Sprecher des Vorstands der arge.Schubhaft. "In Schubhaft kommen künftig alle AsylwerberInnen, die über ein anderes Land nach Österreich gekommen sind, alle, die ihre Meldepflicht verletzen oder ihre Aufnahmestelle aus privaten Gründen verlassen."
Heftig kritisiert die Trägerorganisation des Projekts "FLUCHTpunkt. Hilfe - Beratung - Intervention" den Verein Menschenrechte Österreich, der statt der arge-Schubhaft seit 2006 die Schubhaftbetreuung in Innsbruck durchführt. "Der Verein Menschenrechte arbeitet nicht transparent und ist offensichtlich an einem Rechtsschutz für Flüchtlinge nicht interessiert", so der Sprecher weiter. "Hier herrscht der Vorrang der sogenannten Rückkehrförderung, statt Bemühungen, AsylwerberInnen den Zugang zu ihren selbstverständlichen Rechten zu ermöglichen."
Die arge-Schubhaft und das Projekt FLUCHTpunkt treten für einen grundsätzlichen Wandel in der Asylpolitik ein und befürworten ein uneingeschränktes Bleiberecht für Flüchtlinge sowie die Abschaffung der Schubhaft.
FLUCHTpunkt veranstaltete gemeinsam mit Radio FREIRAD (alle Sendungen zum Nachhören!) am 15. November 2008 ein Symposium:
"Endstation Illegalität? Irreguläre Migration in Österreich und Europa.
Zwischen Repression, Anspruch auf Anerkennung und Handlungsstrategien".
Die Situation von Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus hat sich in vielen europäischen Ländern in den letzten Jahren geradezu dramatisch zugespitzt und ist gleichzeitig zu einem wesentlichen Thema der öffentlichen Auseinandersetzung geworden. Während politische Kampagnen gegen die sogenannten "Illegalen" und die Kriminalisierung
bestimmter Formen von Migration zunehmen, entstehen andererseits Unterstützungsstrukturen, Initiativen für das Bleiberecht für Flüchtlinge, die von Abschiebung bedroht sind, und sogar politische Selbstorganisationen sog. "sans-papiers". Kontroverse Diskussionen werden geführt über Ursachen von Migration, ökonomische und politische Zusammenhänge von "Illegalität", mögliche Formen der Anerkennung der Anwesenheit bisher "unerwünschter" MigrantInnen oder die Auswirkungen der Darstellung von Flüchtlingen in den Medien.
Im Symposium "Endstation Illegalität?" soll ein umfassender Blick auf die Lebensverhältnisse, Probleme und Perspektiven der irregulären MigrantInnen in Österreich und Europa ermöglicht werden. WissenschaftlerInnen und AktivistInnen aus Österreich, Deutschland, Südtirol und der Schweiz berichten über:
- Trends und Rahmenbedingungen globaler Migration
- Lebensverhältnisse und rechtliche Situation von Flüchtlingen in Österreich
- Kriminalisierung, Ausgrenzung und Repression gegen sogenannte papierlose MigrantInnen
- medizinische Versorgung von MigrantInnen, die aus dem regulären Gesundheitssystem ausgeschlossen sind
- Selbstorganisierung von Flüchtlingen und MigrantInnen
- praktische Erfahrungen in der Flüchtlingsunterstützung.
Zeit: 15. November 2008, 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr mit anschließendem Ausklang
Ort: Gemeinderatssaal, Rathaus Innsbruck, 7. Stock

Eine Initiative der Europäischen Union
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „Radiodialoge – Stimmen der Vielfalt“ statt und wird vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und von der Europäischen Kommission im Rahmen des „Europäischen Jahres des interkulturellen Dialogs 2008“ gefördert.
Programm Symposium „Endstation Illegalität?“
10.00 Uhr Beginn
10.15 Uhr Begrüßung
10.30 Uhr Referat Tobias Pieper über Grenzregime und Trends der Migration
11.15 Uhr FragenAntworten
11.30 Uhr Pause
11.45 Uhr Referat Gerda Heck über Das Konzept Illegalität; Kriminalisierung und öffentliche Darstellung von MigrantInnen
12.30 Uhr FragenAntworten
12.45 Uhr Pause
13.00 Uhr Referat Katerina Kratzmann über Undokumentierte MigrantInnen in Österreich
13.45 Uhr FragenAntworten
14.00 Uhr Pause
15.00 Uhr Beginn / Begrüßung
15.15 Uhr Praxisbericht Maximilian Benedikter über Medizinische Versorgung von irregulären MigrantInnen in Südtirol
15.45 Uhr Praxisbericht Bea Schwager über Unterstützungsstrukturen Sans Papiers Schweiz
16.15 Uhr Praxisbericht David Cortez über Selbstorganisation von (lateinamerikanischen) MigrantInnen in Österreich
17.00 Uhr Diskussion
18.00 Uhr Ausklang: mit musikalischer Begleitung
Zum Nachhören: Die Sendungen auf Radio Freirad:
Vortrag Pieper
Vortrag Heck
Vortrag Kratzmann
Vortrag Benedikter
Vortrag Schwager
Vortrag Cortez
Vortrag Diskussion
Wissen und Bildung stellen wir kostenlos zur Verfügung: Der Eintritt ist frei!
Für Speisen und Getränke aber muss bezahlt werden!
Programmflugzettel als PDF
Kulturelle Diversität und Geschlechteregalität
Do 27.11.2008 16:00-21:00: Madonnensaal (Theologie - Karl-Rahner-Platz 1)
Fr 28. 11.2008 09:00-19:00: AULA (Alte Uni - Innrain 52)
Sa 29.11.2008 09:00-14:00: AULA (Alte Uni - Innrain 52)
Multikulturelle Ansätze sind in Theorie und Politik in die Defensive geraten. Als Grund dafür wird häufig die Unvereinbarkeit von Geschlechteregalität und kultureller Vielfalt genannt. Zwangsehe, Ehrenmorde, Genitalbeschneidungen und das religiös motivierte Tragen von Kopftüchern sind immer wieder Gegenstand kontroversieller Auseinandersetzungen. Die Ringvorlesung wendet sich diesen Knotenpunkten der Debatte zu, reflektiert ihren vielfach strategischen Einsatz ebenso wie die theoretischen und politischen Voraussetzungen, die (geschlechter)- egalisierende und diversitätsbejahende Ansätze zu antagonistischen Projekten stilisieren. Gleichzeitig sucht sie – bezogen auf die genannten Debatten – nach angemessenen und differenzierten Problemdiagnosen sowie nach nicht festschreibenden und emanzipationsfördernden Antworten, dort, wo „Kultur“ und „Differenz“ zur Legitimierung von Gewalt oder Unterordnung von Frauen und Mädchen herangezogen wird oder umgekehrt diesen mit einem kulturalistischen Gewaltbegriff entgegnet wird.
Ziel der Veranstaltung ist es, einen qualifizierten und qualifizierenden Diskussionsraum zu eröffnen, die Bedingungen der Möglichkeit von Vielfalt zu erörtern und die kontroversiellen Debatten um Geschlechteregalität in multikulturellen Gesellschaften möglichen neuen Antworten zuzuführen. Ringvorlesung ist als Tagung mit breitem kommunikativem Einbezug der TeilnehmerInnen konzipiert.
Dies alles soll unter einem möglichst breiten kommunikativen Einbezug erfolgen: Internationale WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen diskutieren untereinander und mit einer Reihe lokaler KommentatorInnen. Sie vertreten unterschiedliche Disziplinen und sind in unterschiedlichen Praxisfeldern tätig. Zwischen den Referaten laden kleine Diskussionspodien zur Beteiligung des Publikums. Auch diesesist interdisziplinär. Die Ringvorlesung richtet sich an Studierende der Erziehungswissenschaften, der Politikwissenschaft und Soziologie, der Philosophie, Psychologie und der Rechtswissenschaften. Zudem öffnet sich die Ringvorlesung einem breiteren – auch nicht studentischem – Publikum. Insbesondere die lokalen Projekte im Feld der Frauen-, Menschenrechts- und Communityarbeit werden zur Ringvorlesung geladen. Darüber hinaus steht sie allen Interessierten offen.
Mitwirkende auf der Tagung/Ringvorlesung: Erna Appelt, Tamar Citak, Zeynep Elibol, Lisa Genslucker, Leila Hadj-Abdou, Johann Heiss, Yasemin Karagöz, Regine Kramer, Christa Markom, Paul Mecheril, Corinna Milborn, Evelyn Probst, Michaela Ralser, Sieglinde Rosenberger, Ines Rössl, Sawitri Saharso, Verena Schlichtmeier, Birgit Sauer, Sabine Strasser, Birgit Unterlechner, Unni Wikan, Monika Zisterer, u.a.m.
Veranstalter: Institut für Erziehungswissenschaften gemeinsam mit der Forschungsplattform Geschlechterforschung. – Identitäten – Diskurse – Transformationen.
Organisation und Konzeption: Michaela Ralser, Institut für Erziehungswissenschaften gemeinsam mit Elisabeth Grabner-Niel vom Büro für Gleichstellung und Gender Studies unter Mithilfe der Ideatorinnen des Projekts: Sabine Strasser (Ankara) und Birgit Sauer (Wien)
Zur TAGUNGSHOMEPAGE
Der Arbeitskreis Globales Lernen Tirol, Südwind Tirol und FLUCHTpunkt
laden herzlich ein zum nächsten Vernetzungsforum Wir öffnen den Kreis
"Zwischen den Grenzen":
Menschen in Bewegung im Spannungsfeld von
Migration, Flucht, Hoffnung und Grenzregimen
Mittwoch, 9. April 2008,
17:00 bis 21:00 Uhr
Theatersaal des Kulturgasthauses Bierstindl, Klostergasse 6, Ibk
Aus dem Programm:
Globales Lernen in Theorie und Praxis- diese Verknüpfung sichtbar zu machen ist ein Anliegen des Arbeitskreises Globales Lernen Tirol.
Diesmal möchten wir gemeinsam mit Expert/inn/en die Situation von Menschen in den Blick nehmen, die aus unterschiedlichen Gründen ihr Herkunftsland verlassen und woanders ein neues Leben beginnen möchten.
Andreas Exenberger wird einen thematischen Impuls zur "Politischen Ökonomie der Bewegung" bieten und insbesondere auf die Frage eingehen, was die Menschen in Vergangenheit und Gegenwart global betrachtet bewegt und bewogen hat, sich anderswo niederzulassen, und was und wer sie daran hindert(e). Matthias Lauer wird im Anschluss daran von den Grenzregimen Europas und von der Schubhaftpraxis sprechen. Lisa Gensluckner und Herbert Auderer werden die Situation von Menschen auf der Flucht in Tirol schildern und Erfahrungen aus der Arbeit von FLUCHTpunkt einbringen.
Anschließend besteht Zeit für Diskussion und gemeinsames Weiterdenken sowie für ein gegenseitiges Kennenlernen und Vernetzen im lockeren Rahmen.
Die Referent/inn/en:
Herbert Auderer: Koordinator und Berater beim Verein arge-Schubhaft, Familien- und Wirtschaftsberater
Dr. Andreas Exenberger, Mitarbeiter im Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte der Universität Innsbruck
Mag.a Lisa Gensluckner: Mitarbeiterin bei FLUCHTpunkt, engagiert im ARCHFEM und in der Michael-Gaismair-Gesellschaft
Dr. Matthias Lauer: Obfraustellvertreter des Vereins arge-Schubhaft; Patientenanwalt in der Psychiatrie
frauenGÄRTNERNinterkulturell
Samstag, 1. März 2008
Impulsreferate und Workshops zum Thema "Interkulturelle Gärten"
Organisation dieser Veranstaltung: Frauenreferat der Diözese Innsbruck in Kooperation mit FLUCHTpunkt, Ankyra, Frauen aus allen Ländern und Haus der Begegnung.
Detailinformationen zum Programm: (Folder-pdf)
Presseaussendung zu den Tagungsergebnissen anlässlich des Internationalen Frauentages

„KOMMEN ODER BLEIBEN“
argeSCHUBHAFT-SOLIDARITÄTSFEST-FLUCHTpunkt
Samstag, 13. Oktober, 20.00 Uhr
Ho&Ruck, Hallerstraße 43
Interaktiver Vortrag:
Anti-Diskriminierung – Rechtliche Grundlagen
Was kann in Österreich auf juristischem Weg gegen Diskriminierungen getan werden und was nicht? Was ändert sich durch die Umsetzung der Anti-Diskriminierungsrichtlinien der EU und wo bleibt alles beim Alten?
Im Rahmen des Vortrags werden die TeilnehmerInnen anhand von Fallbeispielen mit den rechltichen Grundlagen der Anti-Diskriminierungsarbeit in Österreich vertraut gemacht. Auch der richtige Umgang mit der Sicherheitsexekutive wird Gegenstand des Vortrags sein.
Zeit: Freitag, 21. September 2007, 19.30 Uhr
Ort: Saal, Haus der Begegnung
Referentin: MMAg.a Katrin Wladasch (ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit)
Eine Veranstaltung von ArchFem – Interdisziplinäres Archiv für Feministische Dokumentation in Kooperation mit FLUCHTpunkt. Hilfe – Beratung – Intervention für Flüchtlinge und Frauen aus allen Ländern, gefördert aus Mitteln der Österreichischen Gesellschaft für politische Bildung.

Einladung zum Dialog
„Weil sie da sind…“
Erfahrungen und Erprobungen der sozialen Friedens- und Konfliktarbeit am Beispiel „Rapoldipark”.
Wege finden aus Stigmatisierung, Ausgrenzung und Verdrängung gemeinsam mit Reiner Steinweg (Linzer Außenstelle des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung) und Lothar Jochade (Verein I.S.I. - Initiativen für Soziale Integration)
Montag, 11. Juni 2007
17:30 - 21:00 Uhr
Kulturgasthaus Bierstindl, Klostergasse 6, Innsbruck
Eine Veranstaltung von FLUCHTpunkt.
Hilfe, Beratung Intervention für Flüchtlinge (www.fluchtpunkt.org)
in Kooperation mit der Jugendwohlfahrt des Landes Tirol.
Stigmatisierung, Ausgrenzung und Verdrängung
Seit einigen Monaten rückt ein Phänomen ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Eine wenig homogene Gruppe männlicher Jugendlicher und junger Erwachsener aus den Maghrebstaaten, die sich – noch vor Einführung der „Schutzzone“ – rund um den Sill- bzw. den Rapoldipark aufgehalten haben, geraten in den Brennpunkt sicherheits- und drogenpolitischer Auseinandersetzung und Intervention. Unterschiedliche Akteure und Akteurinnen aus Exekutive, Politik, Medien und aus der Sozial- und Flüchtlingsarbeit melden sich zu Wort.
Bislang haben sich vorwiegend repressive Konfliktlösungsstrategien durchgesetzt, wohingegen die soziale Notlage der betroffenen Personengruppe aus dem Blickfeld geriet. Von Seiten der Politik und der Polizei sowie der (ver)öffentlich(t)en Meinung wird die Problematik nach wie vor ausschließlich als herausragendes „Sicherheitsrisiko“ verhandelt; Angst und Unsicherheit in der Bevölkerung und zunehmende Belastung der Sicherheitskräfte einerseits, Stigmatisierung, Ausgrenzung und Verdrängung der betroffenen Personengruppe andererseits sind spürbare Auswirkungen des bislang dominierenden Umgangs mit diesem Problem.
Zeit zum Dialog: „Weil sie da sind…“
Vor dem Hintergrund dieser konfliktreichen Ausgangslage initiiert das Projekt FLUCHTpunkt gemeinsam mit der Abteilung Jugendwohlfahrt des Landes Tirol eine Veranstaltung, die sowohl zum Verstehen der Konfliktlinien und zur Analyse ihrer Voraussetzungen beitragen soll als auch und vor allem auf eine gemeinsame, dialogische Erarbeitung nicht-repressiver Lösungen abzielt – und zwar unter Beteiligung möglichst vieler in diese Problematik involvierter Personen und Institutionen.
Im Wissen um den für Innsbruck erstmaligen Charakter dieses Vorhabens werden gezielt unterschiedlich Beteiligte (Exekutive, PolitikerInnen, Medien, Sozialeinrichtungen und NGOs, betroffene Jugendliche, ...)
zur Teilnahme eingeladen; die Veranstaltung richtet sich aber auch an eine interessierte Öffentlichkeit.
Wege finden – gemeinsam mit Reiner Steinweg und Lothar Jochade
Damit diese Initiative zum gemeinsamen Gespräch – im Sinne einer konstruktiven Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Standpunkten und Erfahrungshintergründen – und zur gemeinsamen Erarbeitung und Erfindung neuer, an menschenrechtlichen Standards orientierter Strategien möglichst weitgehend gelingen kann, sind zwei Experten aus Linz, Reiner Steinweg und Lothar Jochade, eingeladen, die auf Erfahrungen zurückgreifen werden, die für diesen Kontext wesentlich erscheinen.
Dr. Reiner Steinweg, geb. 1939, derzeit Friedens- und Konfliktforscher in Linz, studierte Geschichte, Literaturwissenschaft, Psychologie und Sozialwissenschaften, war von 1974 bis 1988 Mitarbeiter der „Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung“ in Frankfurt/Main und veröffentlichte in dieser Funktion 24 Bände „Friedensanalysen. Für Theorie und Praxis“ in der Edition Suhrkamp. Von 1985 bis 1995 organisierte und redigierte er die jährlichen gemeinsamen „Friedensberichte“ des „Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung“ (ÖSFK) und der „Schweizerischen Stiftung Friedensforschung“ und baute seit 1987 die Außenstelle Linz des ÖSFK auf („Friedensforschung Linz“). Von dort aus führte er ein Aktionsforschungsprojekt „Gewalt in der Stadt“ des „Grazer Büros für Frieden und Entwicklung“ durch ), dessen Ergebnisse auch im Ausland rezipiert wurden. Seit 1994 leitete er mehrere Projekte zur Konfliktbearbeitung im lebensweltlichen Nahraum und 1998 – 2001 die Entwicklung der Abteilung „Wege aus der Alltagsgewalt“ der „Burgenländischen Landesausstellung 2000“ bzw. des „Europäischen Museums für Frieden“ in Stadtschlaining. Aus all diesen Projekten sind zahlreiche Publikationen hervorgegangen.
Lothar Jochade, geb. 1963, derzeit Geschäftsführer des Linzer Vereins I.S.I. – Initiativen für soziale Integration (Streetwork/mobile und offene Jugendarbeit) und Vorstandsmitglied von SOS Menschenrechte, ist seit Jahren in der Jugendarbeit und im Flüchtlingsbereich tätig. Er war u.a. in Linz Zentrumsleiter im Jugendzentrum STUWE und Heimleiter im Flüchtlingsheim Rudolfstraße, einem Heim für nicht-abschiebbare Flüchtlinge ohne legalen Aufenthaltsstatus. Seine nebenberuflichen Tätigkeiten beinhalten u.a. Referententätigkeit und Publikationen im Arbeitsfeld Streetwork sowie selbständige Tätigkeit im Beraternetzwerk OE 263 Organisationsberatung. Zusätzlich zu seiner Ausbildung als Hauptschullehrer: u.a. Ausbildung zum groupworker (ÖAGG) bzw. zum Lehrtrainer für Gruppendynamik im ÖAGG (noch nicht abgeschlossen).
Programm
1. Begrüßung durch die VeranstalterInnen
2. Aus der Perspektive einer Nicht-Regierungs-Organisation (NGO):
FLUCHTpunkt: Stigmatisierung, Ausgrenzung, Verdrängung – Darstellung und Analyse der Problematik sowie bisheriger Lösungsstrategien
3. Aus der Perspektive der Friedens- und Konfliktarbeit:
Reiner Steinweg: Erfahrungen mit dem „Grazer Modell“ – Voraussetzungen für einen konstruktiven, möglichst gewaltfreien und im Interesse aller liegenden Umgang mit vorderhand „unerwünschten“ NutzerInnen des öffentlichen Raumes
Aus der Perspektive der offenen, akzeptierenden und aufsuchenden Jugendarbeit:
Lothar Jochade: Erfahrungen mit streetwork – notwendige Voraussetzungen und Bedingungen für gelingende Unterstützung der Jugendlichen vor Ort
Pause
4. Im Dialog – unterschiedlich Beteiligte suchen gemeinsam nach Lösungen
Moderation: Reiner Steinweg, Michaela Ralser, Christof Gstrein
Was können anwesende, unterschiedlich Beteiligte zu einer konstruktiven Lösung beitragen?
Mit welchen Problemen sind sie jeweils konfrontiert und wie ließen sich diese gemeinsam und im Interesse aller lösen?
5. Resümee und Zukunftsperspektiven
Was wäre zu tun? Was könnten nächste Schritte sein?
Auf Ihr Kommen freuen sich
FLUCHTpunkt. Hilfe – Beratung – Intervention für Flüchtlinge und die
Abteilung Jugendwohlfahrt des Landes Tirol, Amt der Tiroler Landesregierung, Beratung und Koordination für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.
Dieses Programm als PDF downloaden (2 Seiten, 50 kB)
Interner Link: Kein Ort, nirgends
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