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FLUCHTpunkt ist ein Projekt des Vereins Arge-Schubhaft.

FLUCHTpunkt wendet sich an Flüchtlinge: Frauen, Männer und Jugendliche, die im gegenwärtigen Betreuungs-, Beratungs- und Versicherungssystem nicht, prekär oder unzureichend "versorgt" sind. Das Projekt arbeitet in erster Linie notlagenorientiert und nicht statusorientiert. Die angebotenen Dienste sind kostenlos und anonym.

Das Projekt berät Menschen,
  • die vor Verfolgung, Krieg oder Armut nach Österreich geflohen sind,
  • deren Aufenthaltsstatus in Österreich aus unterschiedlichen Gründen – kurzzeitig oder längerfristig – ungeregelt oder unsicher ist,
  • die im Tiroler Grundversorgungsmodell nur ungenügend, nur zeitweise oder nicht Platz finden,
  • die über keinen oder einen nicht ausreichenden medizinischen Versicherungsschutz verfügen
  • die sich in besonderen Zwangs- und Gewaltverhältnissen befinden, weil sie Opfer von Frauenhandel oder Zwangsprostitution sind,
  • die Beratung, Unterstützung und Begleitung bei diversen behördlichen Angelegenheiten (Fremdenpolizei, Bundesasylamt, Sozialamt, Arbeitsmarkservice, Schulbehörde, Versicherungen, etc.) benötigen, die sie derzeit nirgends sonst ausreichend erhalten.

FLUCHTpunkt versteht sich für die genannten Personen als Anlaufstelle, die Problem- oder Notlage zu klären, wo nötig und möglich direkt zu intervenieren, andernfalls dolmetscherunterstützt an entsprechende Stellen, soziale Einrichtungen oder ehrenamtliche Unterstützungssysteme weiterzuvermitteln.

Ein ehrenamtliches Team von BeraterInnen & BegleiterInnen unterstützt und begleitet KlientInnen, die aufgrund ihres Status in vielen Bereichen strukturell diskriminiert sind, bei Bedarf und im Sinne einer sozialen Anwaltschaft bei der "Regelung" ihrer Angelegenheiten.

Aufgrund langjähriger Erfahrung im Feld widmet sich das Projekt in erster Linie den Bereichen, in denen der meiste Unterstützungsbedarf besteht: Rechtsberatung und Rechtsvertretung, ärztliche, fallweise psychotherapeutische Versorgung, sowie Fragen der Grundsicherung.

Dabei folgen die Interventionen einem dreistufigen Modell:

* Abklärung der Anspruchslage und Versuch, die (sozialen) Rechtsansprüche für die entsprechende Person oder Personengruppe geltend zu machen oder im Vermittlungswege herzustellen
* Versuch, die bestehenden sozialen und kirchlichen Dienste für die Personengruppe zu öffnen (fallweise, kurz- oder langfristig)
* Wo beides misslingt, was nicht selten der Fall sein wird, wollen wir an organisationsnahe und selbst aufgebaute UnterstützerInnensysteme (RechtsanwältInnen und ÄrztInnen) weitervermitteln, die kostenlose und statusunabhängige Hilfe anbieten.

organigramm

FLUCHTpunkt betreibt eine Koordinationsstelle, drei Ehrenamtlichenteams, bestehend aus BeraterInnen, BegleiterInnen und DolmetscherInnen und ist am Aufbau eines Pools von kostenlos behandelnden ÄrztInnen, kostenlos konziliarisch tätigen PsychiaterInnen und fallweise krisenintervenierenden PsychotherapeutInnen sowie von kostenlos oder -günstig vertretenden AnwältInnen beteiligt.

FLUCHTpunkt arbeitet in Rechtsfragen eng mit den Rechtsvertretungen Helping Hands, Time und Caritas zusammen, in Gesundheitsfragen mit Einrichtungen
wie Ankyra und PsychTransKult, in Fragen der Wohnungs- und Obdachlosigkeit mit Einrichtungen wie der Teestube, dem DOWAS, dem Integrationshaus und dem Chill out, in allen anderen Bereichen mit allen bestehenden Diensten der Flüchtlings- und Sozialarbeit vor Ort.

Mit Ausnahme der Koordination erfolgt alle Arbeit im Projekt ehrenamtlich.
Dies ist keine freiwillige Entscheidung, sondern entspricht der derzeitigen Lage,
die zu verändern wir bestrebt sind. Für die Bezahlung der Koordination
(geringfügige Beschäftigung), des Büros und der Büromittel, der Hilfsgüter und fallweise der Dolmetschstunden verwendet das Projekt derzeit ausschließlich
Spendengelder (vor allem aus dem Erlös der Solidaritätsaktien).



Öffnungszeiten der Koordinationsstelle FLUCHTpunkt
Mo. & Do. von 10.00h bis 12.00h

A-6020 INNSBRUCK, Jahnstrasse 17
Tel. +43.512.581488
info@fluchtpunkt.org

Beratungszeiten (nach Vereinbarung und über Vermittlung der Koordination)
Begleitungen nach Bedarf und Vereinbarung über die Koordination